Vier Reaktoren, ein Verbot aus 2018, eine wachsende Stromlücke und weltweit der grösste Bauboom seit Fukushima.
Im März 2026 stand das Kernkraftwerk Gösgen zehn Monate lang still. Bei der Jahresrevision 2025 waren Risse in einem nichtnuklearen Bereich aufgefallen, der Befund zog die Wiederinbetriebnahme bis in den März 2026. Vier Wochen ohne den grössten Druckwasserreaktor der Schweiz, und der Strom floss trotzdem, vor allem dank Wasserkraft, Importen und einem milden Winter. Was als Episode aussieht, ist der Ernstfall im Zeitraffer. Gleichzeitig entsteht weltweit, von Wyoming über Shidaowan bis Kemmerer, der grösste Aufrüstungsschub in der Kernkraft seit den 1970er Jahren.