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Märkte

ETFs: Wie passives Geld die Börse verändert und welche Risiken keiner nennt

Vom Randphänomen zur grössten Geldmaschine der Finanzmärkte - und warum ausgerechnet jetzt eine Generation von Fondsmanagern um ihren Job bangt.

Von der MacherPost-Redaktion 11.07.2026, 07:00 ♪ 33 Min Audio · 4'305 Wörter

Börsengehandelte Indexfonds galten als Werkzeug gegen die Wall Street. Heute gehören sie drei Emittenten, drei Index-Anbietern und einem Mechanismus, der nur in ruhigen Märkten hält, was er verspricht.

Wer in den 1990er-Jahren einen Indexfonds kaufte, traf eine politische Entscheidung: gegen den Bonus des Star-Managers, gegen die Auswahl der Hausbank, gegen das Versprechen, irgendjemand schlage den Markt. Heute ist das ein Massenprodukt. Allein in den USA liegen über 13 Billionen Dollar in börsengehandelten Fonds. Weltweit ist es nach Branchenangaben rund das Siebzehnfache der Schweizer Wirtschaftsleistung. Der passive Siegeszug hat eine Industrie geschaffen, die sich auf drei Namen konzentriert, von drei Datenanbietern abhängt und in Stressphasen auf denselben Mechanismus vertraut. Diese Konzentration ist die eigentliche Geschichte hinter dem ETF-Boom.

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