Was Cybererpresser konkret tun, warum ihre Werkzeuge inzwischen aus dem Internet zu mieten sind und an welchen drei Stellen Verteidigung wirklich greift.
Wer im Sommer 2026 in ein mittelständisches Unternehmen eingebrochen ist, hat dafür meistens keinen brillanten Hacker gebraucht. Er hat einen Klick gebraucht. Der deutsche Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeichnen in ihren Lageberichten 2024 und 2025 unabhängig voneinander dasselbe Bild: In einer breiten Mehrheit der Fälle führt eine gut gemachte Phishing-Mail in ein funktionierendes Unternehmensnetz. Das BSI formuliert es in seinem Bericht 2024 ungeschminkt: «Eine bessere Umsetzung von Passwort-Richtlinien, die Nutzung von Multi-Faktor-Authentifizierung sowie die Einschränkung der Erreichbarkeit des internen Netzwerkes aus Webmail-Systemen heraus hätten Angriffe dieser Art und die Nutzung von gestohlenen Zugangsdaten in einigen Fällen verhindern können.»