Drei Variablen haben 1923 die deutsche Währung zerschlagen. Heute stehen dieselben Variablen still, auch wenn die Begriffe dieselben klingen.
Am 20. November 1923 kostete ein US-Dollar 420 Billionen Papiermark. Wer am Morgen Geld auf die Bank trug, hatte am Nachmittag die Hälfte davon. Wer im Sommer 1913 ein Brot für 23 Pfennig gekauft hatte, zahlte im Spätherbst 1923 etwa 78 Milliarden Mark dafür. Die Berliner Statistiker dokumentierten einen Konsumgüterpreisindex, der im November 1923 das 1,4-Billionenfache des Standes von 1913 erreichte. Eine Tasse Kaffee kostete in Berlin am 15. November 1923 zwischenzeitlich mehrere Milliarden Mark.