Warum ausgerechnet die Schweiz, obwohl sie keinen Hafen hat, den grössten Containerschiff-Reeder der Welt steuert. Und warum dieser Griff nach der Weltfracht verwundbarer ist, als er wirkt.
Wer in einer Hafenstadt lebt, sieht die Stahlbox täglich. Wer in Zürich, Bern oder Lausanne ein Paket öffnet, hat die ganze Reise der Container im Hintergrund mitfinanziert. Quer über den Ozean, durch das Rote Meer oder um Afrika herum, schliesslich per Bahn oder Lastwagen in die Schweiz. Die grösste Containerschiff-Reederei der Welt sitzt in Genf, der wichtigste Binnenhafen der Schweiz schluckt die Ware in Basel. Eine simple genormte Box entscheidet an der Basler Kaimauer darüber, ob Pharma pünktlich in Houston landet oder Möbel aus Vietnam in der Migros-Regalfront fehlen. Die Schweiz spielt in der Weltfracht eine Sonderrolle, die viele unterschätzen.