Die US-Streitkräfte haben in der Nacht auf Mittwoch ihre Angriffe auf den Iran ausgeweitet und über 80 Ziele attackiert. Parallel dazu hat die Schweizer Fussballnationalmannschaft mit einem Penalty-Drama gegen Kolumbien den ersten WM-Viertelfinal der Neuzeit erreicht. Beim NATO-Gipfel in Ankara droht US-Präsident Donald Trump mit dem Abzug amerikanischer Truppen aus Europa, und an den asiatischen Börsen lastet ein Tech-Ausverkauf auf den Indizes. Die Schweizer Wirtschaft diskutiert derweil über die Zukunft der Kernenergie, und die Hitzewelle hat im Juni rund 200 zusätzliche Todesfälle verursacht.
Das US-Central Command (Centcom) hat in der Nacht auf Mittwoch über 80 Ziele im Iran angegriffen, darunter mehr als 60 kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) in der Strasse von Hormuz sowie iranische Raketenabschussrampen und Kommandozentralen. Anlass waren Angriffe auf 3 kommerzielle Tanker in der Meerenge, die das Pentagon als «in keiner Weise akzeptabel» bezeichnete. Irans stellvertretender Aussenminister sprach von einem Verstoss gegen das im Vormonat unterzeichnete US-iranische Memorandum und kündigte «entschlossene Massnahmen» an. Laut iranischen Staatsmedien schlugen die Angriffe unter anderem auf der Insel Qeshm, in Bandar Abbas und in Sirik ein, wobei Splitter Menschen verletzten. Die Eskalation trifft eine Weltwirtschaft, die ohnehin mit dem Wiederaufflammen des Nahost-Konflikts hadert (BBC, FT, Tagesschau).