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Welt

Chinas neue Seidenstrasse: Entwicklungshilfe oder Schuldenfalle?

Wie Peking mit Krediten, Häfen und Daten Leitungen legt, an denen die Weltwirtschaft verdrahtet wird.

Von der MacherPost-Redaktion 08.07.2026, 07:00 ♪ 34 Min Audio · 4'424 Wörter

Warum die eigentliche Machtverschiebung nicht über Kredite läuft, sondern über das, was am Ende in Beton, Stahl und Datenleitungen steht.

Seit 2013 baut China unter dem Namen Belt and Road Initiative das grösste staatlich gesteuerte Investitionsnetz der Gegenwart auf: Häfen, Eisenbahnen, Strassen, Kraftwerke, Glasfaserkabel, quer durch Asien, Afrika und Teile Europas. Eine populäre These lautet: Peking lockt arme Länder in eine Schuldenfalle und enteignet ihnen dann strategische Infrastruktur. Die einflussreiche US-Forscherin Deborah Brautigam von der Johns-Hopkins-Universität hat diese Erzählung mit Daten geprüft und für unhaltbar erklärt. Eine eigene Falle bleibt trotzdem. Sie sitzt nicht in den Schuldenbüchern, sondern in den Häfen, Staudämmen und Logistikketten, die Peking mitfinanziert. Darüber entscheidet sich heute, welche Spielregeln im Welthandel gelten.

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