Was Kaurischnecken, der Nixon-Schock und die Türkei-Krise 2026 über die nächste Phase des Geldes verraten, und warum die Schweiz mit dem digitalen Euro neu über ihre Souveränität entscheiden muss.
Anfang Juni 2026 hat das EU-Parlament einen Kompromiss für die Rechtsgrundlage des digitalen Euro gebilligt. Im selben Monat rutschte die türkische Lira auf neue Tiefstände, weil die politische Führung in Ankara den Leitzins wieder senken wollte. Zwischen diesen beiden Nachrichten aus dem Sommer 2026 liegt der Stoff, aus dem Geldgeschichte gemacht ist: die Frage, wer die Substanz kontrolliert, mit der eine Gesellschaft rechnet, spart und Schulden macht. Geld ist nie nur ein Tauschmittel gewesen. Es ist seit mindestens dreitausend Jahren eine politische Institution, ein Glaubensakt und ein Werkzeug der Macht. Wer die kommende Verschiebung verstehen will, muss den langen Bogen kennen.