Am Montag standen die grossen geopolitischen Themen klar im Vordergrund. In der Ukraine flog Russland den heftigsten Luftangriff seit Kriegsbeginn gegen Kiew, am Fussballplatz griff US-Präsident Donald Trump in einen FIFA-Entscheid ein, und in Ankara begann der Nato-Gipfel. An den Märkten fiel der Schweizer Leitindex SMI spürbar, während die SNB ihren Finanzstabilitätsbericht mit einer Warnung vor Auslandsrisiken versah.
In der Nacht auf Montag hat Russland die ukrainische Hauptstadt mit 68 Raketen und 351 Drohnen angegriffen. Präsident Wolodymyr Selenski sprach von einem «Interceptor-Mangel» und forderte westliche Flugabwehrsysteme. Nach Behördenangaben starben mindestens 21 Menschen, Dutzende wurden verletzt; Selenski hat für Freitag einen nationalen Trauertag ausgerufen (BBC, NZZ). Bemerkenswert ist auch der Tonwechsel aus Moskau: Kreml-Sprecher Dmitri Peskow spricht inzwischen offen von einem «echten Krieg», weg von der bisherigen Bezeichnung als «Spezialoperation». Zeitgleich fingen britische F-35-Kampfjets am 6. Juli ein russisches Flugzeug über der Ostsee ab.