Die grösste Verkabelungswende seit dem Transistor findet nicht in einem Labor statt, sondern in den Server-Kellern von Microsoft, Google und Amazon. Kupferleitungen zwischen Chips sind zum Engpass geworden. Eine Handvoll Unternehmen aus dem Silicon Valley baut jetzt die optische Alternative in Serie.
Am zweiten Juni 2026 ist eine Mitteilung durch die Halbleiterbranche gegangen, die mehr über den Zustand der KI-Industrie verrät als jede Quartalsbilanz der grossen Chipkonzerne. Ayar Labs, ein Spin-off des Massachusetts Institute of Technology, trat dem NVLink-Fusion-Ökosystem von NVIDIA bei. NVLink ist der proprietäre Hochgeschwindigkeitsverbund des wertvollsten Halbleiterunternehmens der Welt, über den GPUs in Servern direkt miteinander kommunizieren. Mit dem Beitritt von Ayar werden optische Verbindungen offiziell kompatibel zum offenen Interconnect-Standard von NVIDIA. Wer die Verkabelung zwischen KI-Chips baut, bekommt damit Zugang zum grössten zahlenden Markt der Branche.