Die Nacht brachte sportliche Dramen, am Vormittag dominiert Geopolitik: ein offenbar persönlicher Eingriff von US-Präsident Donald Trump bei der Fifa, schwere russische Luftangriffe auf die Ukraine mit Forderungen aus Kiew an die Nato, und in Teheran setzt sich der Trauerzug für den verstorbenen Ayatollah Ali Khamenei in Bewegung. Gleichzeitig nimmt die Easyjet-Übernahme durch den US-Finanzinvestor Castlelake konkrete Formen an, und die Schweizer Detailhändler schlagen wegen einer neuen deutschen App für Grenzshopping zurück.
Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt haben sich England und Co-Gastgeber Mexiko am späten Sonntagabend (Ortszeit) ein spektakuläres WM-Achtelfinal geliefert. Jude Bellingham traf innerhalb von 99 Sekunden doppelt, am Ende steht ein 3:2 für die Three Lions, die damit zum dritten Mal in Folge in einen WM-Viertelfinal einziehen. Mexiko verliert im Aztekenstadion erstmals eine WM-Partie seit elf Spielen. Schiedsrichter-Boom stand unter anderem eine Rote Karte gegen Jarrell Quansah und zwei Elfmeter. Für Stimmung bei den Engländern sorgte nach Spielschluss ein Sturz von Mittelfeldspieler Jordan Henderson, der laut SRF mit einer schweren Handgelenksverletzung im Spital liegt. England trifft nun am Dienstag auf Belgien. Trainer Thomas Tuchel sprach von purem Willen, kritisierte aber zugleich die Schiedsrichterleistung scharf (BBC Sport, SRF).