Im Fokus des Morgens stehen drei grosse Linien: die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten nach dem Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei, der ukrainische Druck auf die annektierte Halbinsel Krim und ein historischer Wimbledon-Abend. Ergänzend treiben Hitzewarnungen die Schweiz in den Tag, Easyjet steuert auf einen neuen Eigentümer zu, und ein Fussballabend wirft Brasilien aus dem WM-Turnier.
Im Iran haben am Sonntag Hunderttausende am Trauerzug für den am Samstag verstorbenen obersten Führer Ali Khamenei teilgenommen. Bei der Zeremonie in Teheran rief ein Trauerredner öffentlich zu Rache gegen US-Präsident Donald Trump auf, was die Spannungen zwischen Washington und Teheran weiter verschärft (RND, Zeit). Khameneis Sohn und designierter Nachfolger fehlte bei der Trauerfeier, berichtet die ARD unter Berufung auf iranische Quellen. Nach Regierungsangaben gilt eine mehrtägige Staatstrauer. Die Trauerfeiern hatten bereits am Samstag mit Aufbahrungen in mehreren Städten begonnen, die Trauerzüge führten am Sonntag durch Teherans Zentrum (Spiegel, ZDFheute). Mit dem Tod Khameneis verliert der Iran die prägende Figur der Islamischen Revolution und steht vor der Nachfolge eines Mannes, der das Land 37 Jahre lang mit harter Hand führte. Die Frage nach Stabilität der neuen Führung berührt direkt die Aussenpolitik der Region, einschliesslich des iranischen Atomprogramms und der Beziehungen zum Golf-Kooperationsrat.