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Wirtschaft

Geld aus dem Nichts: Die unheimliche Macht der Zentralbanken, einfach erklärt

Wie ein Dutzend Menschen in Frankfurt, Washington und Zürich über die Finanzierung von Milliarden entscheidet – und warum der Mechanismus der modernen Geldpolitik die Vermögensverteilung der Welt verändert.

Von der MacherPost-Redaktion 06.07.2026, 07:00 ♪ 35 Min Audio · 4'507 Wörter

Im Juni 2026 hat die EZB die Zinsen erstmals seit fast drei Jahren wieder erhöht. Die Fed ruht. Die SNB ruht auf null. Die Gründe liegen nicht in der Laune der Notenbanker, sondern in einer Architektur, die jeder Sparer, jeder Unternehmer und jeder Kreditnehmer verstehen sollte.

Wer dieser Tage die Leitzinsen der drei grossen westlichen Notenbanken nebeneinanderlegt, sieht drei verschiedene Geschwindigkeiten. Die Europäische Zentralbank hat am 11. Juni 2026 ihren Einlagensatz um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent erhöht. Es war ihre erste Zinsanhebung seit September 2023, nach sieben unveränderten Sitzungen in Folge. Die US-Notenbank Federal Reserve liess ihren Leitzins im Juni 2026 erneut unverändert bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Schweizerische Nationalbank bestätigte an ihrer Lagebeurteilung vom 18. Juni 2026 den seit Mitte 2025 geltenden Leitzins von 0,00 Prozent und beliess auch den Negativzins von minus 0,25 Prozent auf über die Schwelle hinausgehenden Sichteinlagen der Geschäftsbanken unverändert.

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