Der Vormittag im Überblick: Millionen Menschen begleiten das Staatsbegräbnis des iranischen Machthabers, in Vancouver bereitet sich die Schweizer Nati auf den WM-Achtelfinal vor, in der Ostsee werden die Folgen des ukrainischen Drohnenschlags sichtbar.
In Teheran hat am Morgen der zweite Tag der mehrtägigen staatlichen Trauerfeier für Ajatollah Ali Khanenei begonnen. Der im Februar bei einem gemeinsamen Luftschlag der USA und Israels getötete oberste Führer des Iran wird nach offiziellen Angaben von Millionen Menschen auf dem Gelände der Grossen Mosalla verabschiedet. Irans Streitkräfte hatten ihre Feinde zuvor vor der Trauerfeier gewarnt. Präsident Massud Peseschkian rief zur Geschlossenheit auf. Die Inszenierung gilt Beobachtern als Machtdemonstration der Revolutionsgarden, die ihre Kontrolle über die Sicherheitsapparate unterstreichen wollen. Die BBC spricht vom «Trauerfall des Jahrhunderts». Im Hintergrund schwelt der Konflikt mit Israel weiter, Beobachter rechnen damit, dass in den kommenden Tagen die Frage der Nachfolge und die laufenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in den Vordergrund rücken. Für die Schweiz relevant: Die SNB führt ihre Sanktionen gegen iranische Entitäten weiter, der Bundesrat hatte zuletzt die humanitäre Lage in der Region als besorgniserregend bezeichnet (SRF, BBC).