Der Tag in 13 Signalen zwischen Trauer, Krieg und Hitzewelle.
In Teheran hat am Morgen die öffentliche Trauerfeier für Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Nach Angaben staatlicher iranischer Medien strömen seit Tagesbeginn Millionen Menschen in die Hauptstadt, viele schwenken Fahnen, einige tragen Särge als Symbol. An der Prozession nehmen Vertreter der regionalen Achse teil, darunter Hisbollah, Hamas und die Huthis aus dem Jemen, dazu ein Überraschungsgast, über den die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Nachmittag berichten will. Auf Plätzen in der iranischen Hauptstadt skandieren Trauernde Parolen wie «Tod für Amerika» und «Rache». Der Teheraner Machtapparat inszeniert die Zeremonie als Demonstration der Einheit, zugleich transportiert sie eine Drohbotschaft nach aussen. Für die Schweiz bedeutet das: Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat Reisewarnungen für den Iran verschärft und rät von nicht notwendigen Reisen ab. In Bern beobachtet man die Lage eng, da eine Eskalation um die Strasse von Hormus auch hiesige Lieferketten für Pharmavorprodukte und Maschinenbaukomponenten treffen würde.