Die Efta-Staaten unterzeichnen ein Freihandelsabkommen mit Vietnam, die SBB starten den grössten Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur, und Bundesrat Rösti warnt vor Übertreibungen bei der Hitzewelle. In der Nacht hat Russland Kiew mit Drohnen und Raketen angegriffen, in Berlin stellt Kanzler Merz ein 10-Milliarden-Steuerpaket vor, und die Schweiz fiebert dem Algerien-Spiel um fünf Uhr früh entgegen.
Die Europäische Freihandelsassoziation (Efta) und Vietnam haben heute in Reykjavik den Abschluss ihrer Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen bekannt gegeben. Für die Schweiz nahm Bundesrat Guy Parmelin an den Gesprächen teil. Mit Inkrafttreten des Vertrags werden die Efta-Staaten sämtliche Zölle auf Industrieprodukte sowie auf Fisch und Meereserzeugnisse aus Vietnam dauerhaft abschaffen. Vietnam seinerseits baut die Zölle auf den Grossteil der Industrie- und Fischereiprodukte aus den Efta-Staaten innerhalb von maximal elf Jahren ab. Besonders profitieren Schweizer Exporteure von Uhren, Fisch, chemischen Erzeugnissen und Maschinen. Käse, Kaffee, Schokolade und Nahrungsergänzungsmittel erhalten spätestens 16 Jahre nach Inkrafttreten zollfreien Zugang zum vietnamesischen Markt. Das bilaterale Handelsvolumen belief sich im Jahr 2025 auf 4,8 Milliarden Euro. (srf.ch)