Veldhoven, eine Kleinstadt an der niederländisch-belgischen Grenze, sitzt auf dem wichtigsten Werkzeug der digitalen Wirtschaft. Drei Jahrzehnte Staatsgeld, Cluster-Politik und ein deutsches Spiegelwerk in Jena haben ein Monopol geschaffen, das 2026 gleichzeitig boomen und zerrieben werden könnte.
Ein Hochleistungs-Chip ist heute das Resultat einer fast lückenlosen Kette aus Spezialmaschinen. Eine einzige davon gibt es nur einmal auf der Welt. Sie steht in Veldhoven bei Eindhoven und produziert jene extrem ultraviolette Strahlung, mit der Apples M-Serie, Nvidias KI-Beschleuniger, AMDs Server-Prozessoren und Samsungs Speicherchips belichtet werden. Am 30. Juni 2026 schiesst die ASML-Aktie um 5,35 Prozent auf 1.983 Dollar, weil Samsung und SK Hynix neue Milliardeninvestitionen ankündigen und Südkorea kurz zuvor einen 900-Milliarden-Dollar-Plan für Chips und künstliche Intelligenz vorgelegt hat.