Zwei Erdbeben erschüttern Venezuela, US-Kampfjets fliegen einen zweiten Angriffsabend gegen Ziele im Iran, und Genf misst am frühen Morgen 37 Grad. Ein Überblick über die Nacht, mit Ausblick auf den Tag.
Die Zahl der Toten nach den beiden Erdbeben vom Mittwoch ist nach Behördenangaben auf über 1400 gestiegen. Zehntausende Menschen werden laut nationalem Zivilschutz noch vermisst. In Caracas sprach eine Sprecherin der Hilfsorganisation Rescate Venezuela gegenüber der BBC von einem «Kampf gegen die Uhr», jede gerettete Person sei ein Wunder. Internationale Rettungsteams aus Kolumbien, Mexiko und der Schweiz sind eingetroffen, die Suche konzentriert sich auf eingestürzte Wohnblöcke in der Hauptstadt und im Bundesstaat Carabobo. Präsident Nicolás Maduro rief den Ausnahmezustand aus und bat um internationale Hilfe, während die Opposition eine sofortige Öffnung der Grenzen für humanitäre Korridore fordert. Die NZZ schätzt die Zahl der obdachlos gewordenen Menschen auf über 200'000. Für Schweizer Hilfswerke steht nach Angaben der DEZA ein Betrag von 4 Millionen Franken zur Verfügung, erste Teams der Swiss Rescue sind bereits vor Ort.