Am Samstagmittag blickt Europa auf eine beispiellose Hitzewelle, der Nahe Osten steht vor einer neuen Eskalationsstufe zwischen den USA und Iran, und die Schweiz fiebert dem Achtelfinal gegen Iran entgegen. Hier ist die Lage am Mittag des 27. Juni 2026.
Die USA und Iran haben sich in der Nacht auf Samstag gegenseitig angegriffen, obwohl zwischen Washington und Teheran eine Waffenruhe gilt. Das US Central Command flog am Freitagabend Schläge gegen iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Küstenradaranlagen, nachdem iranische Revolutionsgarden einen singapurflaggigen Containerfrachter der Reederei Evergreen beschossen hatten. Vier Drohnen waren am Donnerstag auf Schiffe in der Strasse von Hormuz abgefeuert worden, eine traf den Frachter «Ever Lovely» und beschädigte die Brücke. Die Besatzung blieb nach Angaben der Reederei unverletzt. Die iranische Seite feuerte in der Nacht Gegenschläge auf US-Stützpunkte in der Golfregion; die USA bestätigte die Angriffe zunächst nicht. US-Vizepräsident J.D. Vance schrieb auf X: «Gewalt wird mit Gewalt beantwortet.» Rund 500 Schiffe sitzen in der Meerenge fest, die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) stoppte die Evakuierung von etwa 11'000 gestrandeten Seeleuten. Hintergrund ist ein 14-Punkte-Memorandum vom 17. Juni 2026, das am Streit über iranische Transitgebühren zerrieben ist. Die NZZ bezeichnet den Waffenstillstand als «nur auf dem Papier haltend». (Quellen: SRF, BBC, NZZ)