Guten Morgen. Das Wochenende beginnt mit einer Zuspitzung im Nahen Osten, einer Erdbebenkatastrophe in Südamerika und einer Hitzewelle, die in Europa Rekorde bricht. In Deutschland zeichnet sich bei Volkswagen ein beispielloser Stellenabbau ab, in der Schweiz wird der wärmste Juni-Tag seit Messbeginn im Jahr 1864 registriert. Zwölf Signale im Überblick, von der Geopolitik über die Konjunktur bis zur Fussball-WM. Der MSCI World steht bei 4'744 Punkten mit einem Minus von 1,6 Prozent, Gold fällt, Bitcoin zieht an. Wer wenig Zeit hat: die drei wichtigsten Punkte stehen ganz oben.
USA und Iran haben sich in der Nacht gegenseitig angegriffen, obwohl eine Waffenruhe in Kraft ist. Nach Angaben des US-Militärs flogen amerikanische Kampfflugzeuge Angriffe auf Ziele im Iran, als Vergeltung für einen Beschuss eines Frachtschiffs in der Strasse von Hormus. Präsident Donald Trump erklärte, Iran habe die Waffenruhe gebrochen. Das iranische Regime griff im Gegenzug US-Stützpunkte am Persischen Golf an, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete. Es handle sich um die ersten US-Angriffe seit Unterzeichnung eines Rahmenabkommens vor rund 10 Tagen. Der Kongress in Washington hatte Trump kurz zuvor zusätzliche 88 Mrd. USD an Kriegsmitteln bewilligt, wovon der Löwenanteil in den Iran-Einsatz fliesst. Die Spannungen erreichen damit den offensten Punkt seit Monaten, ein Ölpreis-Schock über die bereits volatilen 80 USD pro Fass ist programmiert. Für die Schweizer Rohstoffhändler in Genf und Zug bedeutet das volatile Tage, auch die Versicherungsbranche rechnet mit steigenden Prämien für Tankertransporte durch die Meerenge.