Donnerstag, 26. Juni 2026, 18 Uhr. Eine Hitzewelle legt Europa lahm, Venezuela kämpft nach zwei schweren Erdbeben um seine Toten, und die Börsen rund um den Globus geben weiter nach. Dazwischen: ein Fussball-Abend mit brisantem Gruppenfinale, eine neue Runde im Ringen um den OpenAI-Börsengang und ein erstes politisches Erdbeben in der deutschen Migrationsdebatte. Die wichtigsten Signale des Tages.
1. Venezuela: Zahl der Toten steigt auf 589. Nach den zwei schweren Erdbeben der Stärke 6,2 und 6,6 vom Vortag im Nordwesten des Landes hat die Regierung die Opferzahl auf 589 nach oben korrigiert. Rettungskräfte suchen weiter nach Vermissten in den Trümmern der Städte Mene Grande und Caja Seca im Bundesstaat Zulia. Mehrere Krankenhäuser in der Region sind überlastet, Trinkwasser und Medikamente werden knapp. Schweizer Rettungsteams sind nach Angaben von Rega und dem Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) bereits vor Ort im Einsatz, zudem hat Bern humanitäre Soforthilfe in Höhe von 4 Millionen Franken angekündigt. Auch deutsche Hilfsorganisationen kündigten am Donnerstag den Aufbau eines Feldlazaretts an. Die Regierung von Nicolás Maduro sprach von einem «Stresstest für das Regime» in Caracas, Beobachter sehen darin eine ernste Belastungsprobe für die ohnehin fragile Versorgungslage (NZZ, Tagesschau, Reuters).