Am Vormittag verschärft Washington den Ton gegenüber Teheran, ein Schweizer Rettungsteam fliegt nach Venezuela, der Bund korrigiert seine Mehrwertsteuerpläne, und die Schweiz misst den heissesten Junitag seit Beginn der Aufzeichnungen. An den Finanzmärkten kassiert Gold einen weiteren Rückschlag, derweil sich die Schweizer Nati auf ihren Sechzehntelfinalgegner vorbereitet.
Iran: Rubio zieht die Verhandlungslinie nach. US-Aussenminister Marco Rubio hat den laufenden Atomdialog mit Teheran am Vormittag öffentlich unter einen klaren Vorbehalt gestellt. Eine Einigung werde es «nicht um jeden Preis» geben, sagte Rubio vor Journalisten in Washington. Die iranische Führung wirft der NATO unterdessen «Mitschuld» an der Eskalation in der Strasse von Hormus vor, wie der Kurier unter Berufung auf das iranische Aussenministerium berichtet. Praktisch bedeutet das: Im Persischen Golf sind nach Informationen von RND weiterhin mehrere Öltanker festgesetzt, was die ohnehin engen Energiemärkte zusätzlich unter Druck setzt. Das deutsche Nachrichtenportal T-Online zitiert US-Kongressquellen, wonach die USA in den vergangenen Wochen Tausende Raketen verschossen haben und die Munitionslager spürbar leerer geworden sind. Damit verschiebt sich das Risiko auf den Rohstoffmärkten, nicht nur in Genf und Zürich reagieren die Händler nervös. Die Europäer beobachten die Lage mit wachsender Sorge: Ein längerer Ausfall der Hormus-Route hätte unmittelbare Folgen für die ohnehin engen Energieimporte Deutschlands und Italiens (Kurier, RND, T-Online).