Eine Welt in Glut: Während Venezuela unter Erdstössen ächzt, brennt Europa unter einer historischen Hitzewelle. Gleichzeitig jagt der Schweizer Aktienindex von Rekord zu Rekord, und der Iran-Krieg steuert auf eine diplomatische Wende zu. Der Donnerstag lieferte die Bühne für eine ungewöhnliche Dichte an Schlagzeilen.
In Venezuela hat ein Doppel-Erdbeben der Stärke 7,5 am Mittwochabend (Ortszeit) die Region um Mene Grande im Bundesstaat Zulia verwüstet. Die Behörden sprechen inzwischen von mindestens 164 Toten, mehr als 1'200 Verletzten und Hunderten Vermissten. Rettungskräfte graben teils mit blossen Händen, mehrere Ortschaften sind von der Versorgung abgeschnitten, die Strom- und Wassernetze sind in weiten Teilen des Bundesstaates kollabiert. Die Karibikküste und die Grossstadt Maracaibo, 1,8 Millionen Einwohner, meldet eingestürzte Gebäude und blockierte Strassen. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat der venezolanischen Regierung am Donnerstagvormittag Bundeswehr-Hilfe angeboten, die Entscheidung über Annahme steht aus. Präsident Nicolás Maduro rief den Ausnahmezustand für sechs Bundesstaaten aus und verhängte eine dreitägige Staatstrauer (Tagesschau, ZDFheute, 25.6.2026).