Das bestimmende Thema dieses Mittwochs ist die Hitzewelle, die weite Teile Europas im Griff hat. Parallel verschärft sich die Auseinandersetzung um die US-Kriegsführung gegen Iran, in Bern fliesst ein Bundesfinanz-Überschuss in die Armee, und die Deutsche Bahn kämpft nach einer bundesweiten IT-Panne um Schadensbegrenzung. Hier sind die wichtigsten Signale des Tages.
US-Senat durchbricht Trumps Iran-Kurs. Mit einer Resolution entzog der Senat am Mittwoch dem Präsidenten die alleinige Kriegsvollmacht im Konflikt mit Iran. Das Votum ist überwiegend symbolisch, es erhöht aber den Druck auf das Weisse Haus, den Krieg formell zu beenden oder zumindest die Kriegsgründe offenzulegen. Der Kongress zieht damit zum ersten Mal in diesem Konflikt die Notbremse. Gleichzeitig kündigte IAEA-Chef Rafael Grossi an, dass Uno-Inspektoren iranische Atomanlagen im Rahmen eines künftigen Abkommens besuchen wollen. Ein iranischer Minister stellte allerdings Bedingungen: Zugang gebe es nur als Teil eines Enddeals mit den USA. Die USA und Iran befinden sich seit Februar 2026 im Kriegszustand, die Folgen sind weltweit spürbar. Seit dem Wochenende fahren wieder vermehrt Schiffe durch die Strasse von Hormuz, am Samstag waren es 42 Schiffe, am Dienstag mehrere Dutzend weitere. Oman richtete einen temporären, gebührenfreien Korridor durch die Meerenge ein, um den Schiffsverkehr zu erleichtern. Die iranische Protestbewegung zeigt sich nach vier Jahren Krieg und westlichem Eingreifen indes tief gespalten, viele Aktivisten ziehen sich zurück. (Reuters, BBC, NZZ)