Die USA und der Iran haben ihre erste direkte Verhandlungsrunde seit Ausbruch des Krieges beendet. In Bern bereitet der Bundesrat zwei sicherheitspolitisch und sportpolitisch weitreichende Beschlüsse vor. Gleichzeitig zeigen neue Studien, wie stark Künstliche Intelligenz den Schweizer Arbeitsmarkt verändert. Die Weltbörsen tendieren am Montag leicht schwächer, der Goldpreis fällt deutlich.
Iran/USA: Erste Gesprächsrunde beendet. Eine Delegation unter US-Sondergesandtem Steve Witkoff und dem iranischen Aussenminister Abbas Araghchi hat am Wochenende in Maskat die erste direkte Verhandlungsrunde seit Beginn der Eskalation geführt. Nach Angaben des US-Aussenministeriums wurden «ermutigende Fortschritte» erzielt. Die Gespräche sollen auf technischer Ebene in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Begleitet wird der Prozess vom Schweizer Aussendepartement EDA, das am Sonntag ein «Memorandum of Understanding» zwischen Washington und Teheran mitunterzeichnet hat. Die Schweizer Diplomatie sieht sich dabei in einer Brückenfunktion zwischen den Konfliktparteien. In Israel fällt die Reaktion verhaltener aus: Eine Umfrage der Tageszeitung «tachles» zeigt, dass 92 Prozent der israelischen Bevölkerung den Iran als Kriegssieger sehen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu fordert weiterhin eine vollständige Aufgabe des iranischen Nuklearprogramms als Vorbedingung für jede Vereinbarung. Die US-Börsen reagierten verhalten, der Ölpreis fiel am Montagvormittag um 1,3 Prozent. (Kurier, NZZ, EDA, ZDFheute)