In der Nacht auf Montag haben die USA und Iran in der Schweiz die erste Verhandlungsrunde über ein Ende des seit Februar 2026 laufenden Krieges abgeschlossen. Vermittler sprachen am frühen Morgen von «ermutigenden Fortschritten». Gleichzeitig bleibt die Strasse von Hormuz nach iranischer Darstellung für die internationale Schifffahrt blockiert, was den Ölpreis erneut über 80 Dollar trieb. An den asiatischen Börsen zeigt sich ein gemischtes Bild, in Frankreich steigt die Temperatur Richtung 42 Grad, und an der Fussball-WM in Nordamerika geht die Gruppenphase in die zweite Runde. Hier ist der Überblick zum Wochenstart.
In der Innerschweiz haben am Sonntag hochrangige Delegationen unter Leitung von US-Vizepräsident J.D. Vance und dem iranischen Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf über ein Ende des seit Februar 2026 laufenden Krieges verhandelt. Wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntagabend bestätigte, unterzeichneten beide Seiten ein Memorandum of Understanding. Die Gespräche dauern nach Angaben der Vermittler Katar und Pakistan die ganze Woche, Ziel ist eine abschliessende Vereinbarung innert 60 Tagen. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag über soziale Medien öffentlich mit der Wiederaufnahme von Angriffen gedroht und parallel erklärt, die Gespräche liefen weiter. In der Nacht auf Montag zogen sich die Delegationen für Konsultationen zurück. Eine zentrale Streitfrage ist die Zukunft des iranischen Nuklearprogramms, eine zweite die Rolle der iranischen Stellvertreter-Milizen im Irak und im Libanon. Wirtschaftliche Sanktionen sollen laut US-Angaben schrittweise gelockert werden, sobald ein Abkommen unterzeichnet ist. (Reuters, NZZ, EDA)