Christine Lagarde hat am 11. Juni 2026 die Zinsen angehoben, obwohl das Wachstum schwächelt. Was treibt die Europäische Zentralbank, und warum ist sie für die Schweiz trotz allem der wichtigste Taktgeber ausserhalb des Frankens?
Am 11. Juni 2026 um 14:15 Uhr Mittel-Europäischer Zeit betritt Christine Lagarde den Saal im Eurotower in Frankfurt. Sie trägt einen dunkelblauen Blazer, das Haar kurz, das Gesicht ernst. Vor ihr sitzen rund 80 Journalistinnen und Journalisten. Die Kamera schwenkt über einen Tisch mit Wasserflaschen, Notizbüchern und dem kleinen Europafähnchen aus blauer Fahne mit gelben Sternen. Hinter ihr steht Boris Vujčić, neuer Vize-Präsident. Was Lagarde in den nächsten 45 Minuten sagen wird, bewegt Mieten in Lissabon, Kreditzinsen in Wien, Autöxporte aus Slowenien und Tourismus-Buchungen in Kroatien. Es bewegt sogar Mieten in Zürich, auch wenn die Schweiz nicht zum Euroraum gehört. Elf Sätze aus diesem Bericht. Jetzt der Reihe nach.