Die Schweiz steckt mitten in einer Hitzewelle mit Werten über 33 Grad, und parallel dazu kommen aus Washington, Teheran und Brüssel Signale, die das Tagesgeschehen bestimmen. Die Mittags-Ausgabe bündelt die zwölf wichtigsten Entwicklungen des Vormittags.
Der Rahmenvertrag zwischen den USA und dem Iran wirkt direkt auf die Schweizer Tankstellen und Heizöllieferanten. Seit der vorläufigen Waffenruhe zwischen Israel und der Hizbullah sowie der diplomatischen Annäherung zwischen Washington und Teheran sind die Grosshandelspreise für Rohöl auf den internationalen Märkten deutlich gefallen. In der Schweiz zeigen sich die Auswirkungen ab dem Mittag: Benzin verbilligt sich an mehreren Tankstellen um rund 6 Rappen pro Liter, Heizöl wird im Grosshandel teilweise um 3 bis 4 Prozent günstiger angeboten. Der Branchenverband Erdöl-Vereinigung rechnet damit, dass die Preissenkungen in den nächsten Tagen breit durchschlagen, weil gleichzeitig die Vorräte aus dem schwachen Winterverkauf aufgestockt werden müssen. Hintergrund: der Iran-Deal hat die Sorge vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts und damit vor einer Ölknappheit vorerst abgewendet. Für die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das bei einem typischen Jahresverbrauch von rund 1'200 Litern Heizöl pro Haushalt eine Entlastung von mehreren hundert Franken.