Warum der milliardenschwere Engpass bei Halbleitern zur Geopolitik wurde, und was die Schweiz damit zu tun hat.
Im Januar 2026 hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump 25 Prozent Zölle auf einen engen Kreis von Halbleiterimporten verhängt, vor allem auf fortschrittliche Computing-Chips wie die Nvidia H200 und AMD MI325X. Ausgenommen sind Chips, die für den Aufbau der US-Technologielieferkette oder für die Stärkung der inländischen Produktion bestimmt sind, sowie Chips für Rechenzentren, Forschung und Entwicklung und für Konsumanwendungen ausserhalb von Rechenzentren. Damit ist die Chip-Lieferkette nicht mehr nur eine industrielle Selbstverständlichkeit, sondern zum Instrument der Aussenpolitik geworden. Etwa 1'500 Milliarden US-Dollar werden weltweit pro Jahr mit Halbleitern umgesetzt. Eine einzige Fabrik kostet zwischen 10 und 25 Milliarden US-Dollar. Ein einziger moderner Chip durchläuft auf seinem Weg vom Quarzsand bis zum Smartphone mehr als 70 Produktionsschritte, überquert dabei typischerweise zehn Landesgrenzen und ist abhängig von etwa einem Dutzend Monopolen. Wer diese Lieferkette kontrolliert, kontrolliert das Rückgrat der modernen Wirtschaft. Wer sie unterbricht, legt Fabriken in Detroit, Shenzhen und Wolfsburg lahm. Neun Sätze aus diesem Bericht. Jetzt der Reihe nach.