Was die Nacht brachte: ein unterzeichnetes Iran-Abkommen, der grösste Drohnenangriff auf Moskau seit Kriegsbeginn, ein Schweizer WM-Galaabend und 40 Grad in Westeuropa.
Die amerikanische und die iranische Regierung haben am späten Donnerstagabend ein Abkommen unterzeichnet, das den seit Februar 2026 laufenden Krieg formal beenden soll. Der Bürgenstock im Kanton Nidwalden ist am Freitag Schauplatz weiterer Gespräche unter Vermittlung der Schweiz. Vizepräsident J. D. Vance, der die Reise ursprünglich am Donnerstag hatte antreten wollen, verschob den Flug um Stunden. Die Verhandlungen drehen sich um zwei heikle Punkte: die Zukunft des iranischen Nuklearprogramms und die Wiederöffnung der Strasse von Hormuz für den internationalen Schiffsverkehr. Die EU hat unterdessen klargestellt, dass sie zentrale Sanktionen gegen Teheran erst nach einem formellen Nukleardeal aufheben wird. Für die Schweiz markiert das Treffen eine diplomatische Profilierung, die über die Rolle als Gastgeberin hinausgeht. In Washington kritisiert ein Teil der republikanischen Fraktion den in der Diskussion stehenden 300-Milliarden-Dollar-Fonds für Iran als zu weitreichend. (NZZ, Al Jazeera, NYT, CNBC)