Die wichtigsten Ereignisse des Tages: Iran-Deal in Sicht, Schweizer Parlament ringt um die AHV-Finanzierung, Trump auf G7-Bühne mit Drohgebärde, Tour de Suisse startet mit Tadej Pogacar.
Die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran rückt näher. Der Entwurf des Vertrags ist an die Öffentlichkeit gelangt und sieht 14 Punkte vor, darunter ein Wiederaufbauprogramm im Volumen von 300 Milliarden Dollar sowie den Verzicht Irans auf die Urananreicherung. Die Zeremonie ist für Donnerstag, 19. Juni, auf dem Bürgenstock im Kanton Nidwalden geplant. Aussenminister Ignazio Cassis sprach am Dienstag in Bern von einer sichtbaren Schweizer Vermittlerrolle. Das Sicherheitsdispositiv rund um den Bürgenstock wird vom Kanton Nidwalden und der Eidgenossenschaft gemeinsam getragen, die Luxushotels der Region sind für die Dauer des Gipfels ausgebucht. Mit Spannung wird erwartet, wie Israel reagiert. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte sich vor der Wahl einen militärischen Sieg gegen Iran erhofft; politische Gegner werten das Abkommen als strategische Niederlage. Wie aus Verhandlungskreisen heisst, fühlt sich Jerusalem übergangen, weil zentrale Sicherheitsgarantien im Entwurf fehlen. Der Iran selbst feiert das Papier als diplomatischen Erfolg. Präsident Masoud Pezeshkian sprach von einem Sieg der Diplomatie und kündigte an, das Abkommen am Donnerstag persönlich zu unterzeichnen. Auch die US-Seite gibt sich siegessicher: Aussenminister Marco Rubio sprach von einem historischen Erfolg für die Diplomatie und kündigte an, dass bereits in den kommenden Wochen Verhandlungen über Folgemassnahmen beginnen sollen.