Die Schweiz hat die SVP-Initiative «Keine 10-Mio-Schweiz» klar abgelehnt. Gleichzeitig kommen aus Nahost, der Ukraine und dem G7-Gipfel in Evian Signale, die das geopolitische Klima über Nacht verändert haben. Der Iran und die USA haben sich nach monatelangem Krieg auf ein Friedensabkommen verständigt, Israel hat trotzdem die Vororte von Beirut bombardiert, und in Barcelona hat Lewis Hamilton im Ferrari seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert. Ein Überblick über die wichtigsten Signale zum Wochenstart.
Die Stimmbevölkerung hat die Volksinitiative «Keine 10-Mio-Schweiz» der SVP mit 54,8 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Die Vorlage wollte die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 auf zehn Millionen Menschen deckeln. SVP-Präsident Marcel Dettling sprach nach den ersten Hochrechnungen von einem «schlechten Resultat für die Schweiz» und kündigte an, die Partei werde sich nun auf den «grossen Kampf mit der EU» konzentrieren, in dem es ebenfalls um die Zuwanderung gehen werde. Nationalrat Thomas Matter wertete das Resultat als Signal: Rund 45 Prozent Ja-Stimmen zeigten, dass «fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung die Nase voll hat». Eine zweite eidgenössische Vorlage, die Zivildienstreform, wurde angenommen. Regional sorgten die SVP-Wahlerfolge in Graubünden, Baselland und Glarus sowie die Wahl von Valérie Favre Accola in die Bündner Regierung für Schlagzeilen. Der Kanton Waadt verankerte den Mindestlohn in der Verfassung, der Kanton Bern lehnte die 147-Millionen-Franken-Sanierung des Kunstmuseums ab, in Zürich scheiterten alle drei Wohninitiativen. (Quelle: 20 Minuten, SRF)