Die Schweizer Stimmbevölkerung hat am Sonntag die Volksinitiative für eine Bevölkerungsbegrenzung auf 10 Millionen Menschen klar abgelehnt. In den USA und im Nahen Osten fällt der Tag in eine Phase extremer Spannung: Die Unterzeichnung eines Friedensabkommens mit dem Iran ist offen, Israel hat erneut die südlichen Vororte Beiruts bombardiert. An den Börsen markiert die Musk-Raumfahrtfirma SpaceX eine Bewertung von 2 Billionen Dollar, und in Barcelona feiert Lewis Hamilton seinen ersten Sieg im Ferrari.
Die Schweizer Stimmberechtigten haben am 14. Juni die Volksinitiative «10 Millionen Schweiz» mit grosser Mehrheit verworfen. Laut Hochrechnungen, die am späten Sonntagnachmittag vorlagen, sagten rund 60 Prozent Nein, während die Zustimmung nur bei etwa 40 Prozent lag. Die Initiative der jungen SVP-Nähe wollte die ständige Wohnbevölkerung per Verfassungsartikel auf 10 Millionen deckeln und bei Überschreitung die erleichterte Einbürgerung sowie den Familiennachzug aussetzen. Befürworter warben mit dem Argument der überlasteten Infrastruktur, Gegner warnten vor einer Aushöhlung des bilateralen Wegs. Die Beteiligung lag bei rund 45 Prozent. Damit bleibt das Migrationsregime der Schweiz im Grundsatz auf der bisherigen Linie, ein klassisches Zuwanderungsland ohne zahlenmässige Obergrenze (Spiegel, RTL).