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Musk-Billionär, Iran-Deal in Sicht, Schweiz am Vorabend der Abstimmung

SpaceX-Börsengang, Anthropic-Sperre und zwölf weitere Signale des Tages.

Von der MacherPost-Redaktion 13.06.2026, 16:00 ♪ 13 Min Audio · 1'695 Wörter
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Musk-Billionär, Iran-Deal in Sicht, Schweiz am Vorabend der Abstimmung

Elon Musk ist der erste Dollar-Billionär der Geschichte, die US-Regierung zwingt Anthropic zur vorübergehenden Abschaltung seiner stärksten Modelle, und im Nahen Osten rückt ein Ende des Irankriegs in Reichweite, während Israel den Libanon erneut bombardiert. In der Schweiz entscheidet morgen Sonntag eine Volksabstimmung über die 10-Millionen-Schweiz. Das sind die zwölf Signale des Tages.

SpaceX: Musk wird Billionär, grösster Börsengang der Geschichte

Der Börsengang von SpaceX an der Wall Street ist am Freitag zum grössten IPO aller Zeiten geworden. Die Aktie startete bei 150 Dollar und katapultierte den Unternehmenswert nach oben, insgesamt soll SpaceX laut Angaben der Firma rund 1,75 Billionen Dollar wert sein. Elon Musk, Gründer und CEO, hält den grössten Anteil und ist damit der erste Mensch, dessen Vermögen die Schwelle von 1 Billion Dollar überschreitet. Begleitet wurde der Schritt von einer Zeichnungssumme von 75 Milliarden Dollar kurz vor dem Handelsstart, wie der BBC-Businessdesk berichtet. Der Sprung verändert die Vermögenspyramide, weil der Kapitalmarkt einen privaten Konzern bewertet, der eng an Raumfahrt, Satelliteninternet und Rüstungsaufträge gekoppelt ist. Die Schweiz ist indirekt betroffen, weil Pensionskassen über Indexfonds stark in US-Technologiewerte investiert sind.

Anthropic sperrt Top-KI-Modelle auf Anweisung der US-Regierung

Das KI-Unternehmen Anthropic hat am Freitag den Zugang zu seinen neusten Modellen für ausländische Nutzer eingeschränkt. Hintergrund ist eine Anordnung der US-Regierung, die den Export modernster KI-Systeme aus Sicherheitsgründen regulieren will. Anthropic-CEO Dario Amodei hatte in den vergangenen Wochen wiederholt vor den Risiken seiner eigenen Technologie gewarnt. Mit der Sperre reagiert das Unternehmen auf eine politische Vorgabe, die den grenzüberschreitenden Vertrieb seiner leistungsfähigsten Modelle einschränkt. Die NZZ berichtet, dass eine Basler Investorengruppe zu den frühesten Geldgebern des Konzerns gehört, womit die Sperre direkte Folgen für den Schweizer Risikokapitalmarkt hat. Die Beschränkung dürfte den Wettbewerb im KI-Markt neu ordnen, da Anthropic bisher als westliche Alternative zu OpenAI galt.

Schweiz vor der Abstimmung über die 10-Millionen-Schweiz

Morgen Sonntag stimmt die Schweiz über die Nachhaltigkeitsinitiative der SVP ab, die die ständige Wohnbevölkerung per Verfassung auf 10 Millionen Menschen deckeln will. Aktuell leben rund 9 Millionen Menschen in der Schweiz, die Vollständige Umsetzung des Personenfreizügigkeitsabkommens mit der EU könnte diese Schwelle laut Bundesrat in den kommenden Jahrzehnten erreichen. Befürworter sehen im Wachstum Belastungen für Wohnraum, Infrastruktur und Natur, Gegner warnen vor einem Bruch mit der EU. Die SVP tritt mit dem Argument an, dass eine Mehrheit der Bevölkerung das Wachstum stoppen wolle, wie NZZ-Umfragen zeigen. Eine Annahme hätte weitreichende Folgen für das bilaterale Verhältnis zur EU, weil die Personenfreizügigkeit direkt betroffen wäre. Zeitgleich wird über eine Änderung des Zivildienstgesetzes abgestimmt.

Iran-Deal rückt näher, Teheran bremst

Pakistan als Vermittler hat am späten Freitagabend erklärt, ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran könne innerhalb von 24 Stunden unterzeichnet werden. Ministerpräsident Shehbaz Sharif sprach in Islamabad laut CNBC von einem fertigen Textentwurf. Gleichzeitig erklärte die iranische Führung in Teheran, eine Unterzeichnung sei am Wochenende nicht vorgesehen, wie die BBC berichtet. Die US-Regierung bestätigte Verhandlungen, wich aber einer klaren zeitlichen Festlegung aus. Am Aktienmarkt reagierten die Kurse mit einem Anstieg, der Ölpreis gab nach, weil ein Ende der Kampfhandlungen die Versorgung über die Strasse von Hormuz stabilisieren würde. Die US-Notenbank beobachtet die Entwicklung genau, weil ein dauerhafter Waffenstillstand die Inflation drücken könnte.

Israel fliegt Luftschläge gegen den Libanon, Hisbollah reagiert

Die israelische Luftwaffe hat am Freitag Stellungen der Hisbollah im Südlibanon angegriffen, nach Angaben der libanesischen Gesundheitsbehörde starben dabei 17 Menschen. Die Angriffe richteten sich gegen Ziele in der Region um Tyre, wie die BBC unter Berufung auf staatliche libanesische Medien berichtet. Israel begründet die Schläge als Vergeltung für mutmassliche Drohnenangriffe aus dem Libanon auf israelisches Gebiet. Die parallel laufenden Iran-Verhandlungen machen eine militärische Eskalation in Nordisräl besonders heikel, da ein Waffenstillstand mit Teheran ohne eine gleichzeitige Beruhigung an der Nordgrenze politisch schwer durchsetzbar ist. Im libanesischen Küstengebiet blockieren Strassen, weil Tausende Bewohner fliehen, wie Reporter vor Ort melden. Auch Krankenhäuser im Süden meldeten Kollateralschäden.

Trump meldet Tötung des Chefs der Bande Tren de Aragua

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag bekannt gegeben, dass das US-Militär den Anführer der venezolanischen kriminellen Organisation Tren de Aragua getötet hat. Der Angriff erfolgte nach Angaben des Weissen Hauses durch das US-Southern-Command, ein präziser Luftschlag in Venezuela. Die Bande gilt als einer der grössten Migrantenschmuggel- und Erpresserringe Lateinamerikas und ist in den USA für Gewaltverbrechen in mehreren Bundesstaaten verantwortlich. Trump hatte die Organisation bereits in seiner ersten Amtszeit als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuft, wie BBC und NZZ berichten. Venezuela reagierte scharf, die Regierung in Caracas sprach von einer Verletzung der Souveränität. Die Aktion fällt in eine Phase wachsender Spannungen mit Caracas, in der die USA verstärkt mit militärischen Mitteln gegen Drogenkartelle vorgehen.

US-Berufungsgericht lässt Trumps neue Zollrunde in Kraft

Das US-Berufungsgericht in Washington hat am Freitag einen Antrag abgelehnt, mit dem die neue Zollrunde von Präsident Trump vorerst gestoppt werden sollte. Damit bleiben die Sonderzölle auf Importe aus Dutzenden Ländern bis auf weiteres wirksam. Die Kläger, eine Gruppe von Importeuren, hatten argumentiert, die Zölle überschritten die dem Präsidenten gesetzlich zugestandene Befugnis. Trump hatte die Zölle im Frühjahr mit Verweis auf Notstandsbefugnisse verhängt. Die Entscheidung ist ein politischer Sieg für die Regierung, dürfte aber den Druck auf die betroffenen Handelspartner erhöhen, darunter auch die Schweiz, wie der Spiegel berichtet. Die nächsten Verhandlungsrunden mit der EU, China und Japan beginnen in der kommenden Woche. Ein endgültiges Urteil des zuständigen Bundesgerichts wird frühestens im Herbst erwartet.

Fussball-WM: USA startet mit 4:1, Schottland zurück im Rampenlicht

Die Fussball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko läuft seit Donnerstag, und die ersten Resultate setzen die Stimmung. Die US-Mannschaft von Trainer Gregg Berhalter schlug Paraguay in ihrem Gruppenspiel mit 4:1, ein Auftakt nach Mass für den Gastgeber. Schottland bestreitet am Freitagabend sein erstes WM-Spiel seit 28 Jahren, Gegner ist Haiti, das Team von Trainer Steve Clarke reist mit grosser Fan-Delegation an. Im Raum Dallas wird das Spiel wegen erwarteter Temperaturen um die 35 Grad Celsius zur Hitzeprobe. Das Turnier ist wirtschaftlich das grösste Sportereignis des Jahres, FIFA-Präsident Gianni Infantino peilt Einnahmen von mehreren Milliarden Dollar an, wie die FAZ schreibt. Schweizer Fans sind trotz der fehlenden Nati-Nationalmannschaft im Land, vor allem wegen der geografischen Nähe und der starken Beteiligung europäischer Spitzenklubs.

Formel 1 in Monaco: Antonelli siegt, Leclerc crasht

Der Grand Prix von Monaco hat am Sonntag seinen vorläufigen Höhepunkt erlebt. Andrea Kimi Antonelli im Mercedes gewann das Rennen und fügte damit seinem WM-Konto einen wichtigen Sieg hinzu. Charles Leclerc, der für Ferrari in seiner Heimatstadt startete, schied bereits im Qualifying durch einen Crash aus und kämpfte sich im Rennen vom Ende des Felds nach vorn. Teamchef Fred Vasseur sprach hinterher laut Spiegel von einem schwierigen Wochenende, betonte aber den Aufwärtstrend der Scuderia. Das Rennen wurde zudem von einer Safety-Car-Phase in der Schlussphase geprägt, die das Feld noch einmal zusammenführte. Mercedes liegt in der Konstrukteurswertung weiter knapp hinter Red Bull, Antonelli gilt nach seinem zweiten Saisonsieg als ernsthafter Titelanwärter.

René Benko: Staatsanwaltschaft Wien erhebt neue Anklage

Im Insolvenzverfahren um den österreichischen Immobilieninvestor René Benko hat die Wiener Staatsanwaltschaft am Freitag eine weitere Anklage erhoben. Benko, Gründer der zusammengebrochenen Signa-Gruppe, soll Gläubiger in grossem Stil getäuscht und Vermögenswerte verschoben haben. Die neue Anklage umfasst mehrere Tatvorwürfe, darunter schwerer Betrug und Insolvenzstraftaten. Die Signa-Gruppe war 2023 mit Schulden von mehreren Milliarden Euro kollabiert und hatte den gesamten europäischen Immobilienmarkt erschüttert. Auch Schweizer Gläubiger wie Pensionskassen und Versicherer gehören zu den Geschädigten, wie finews.ch schreibt. Benko weist die Vorwürfe zurück, seine Anwälte kündigten an, sich umfassend zu verteidigen. Ein Verhandlungstermin vor dem Wiener Landgericht steht noch nicht fest.

Europas Wirtschaft vor der Sommerpause: EZB hält Kurs

Die Europäische Zentralbank hat in dieser Woche an ihrer geldpolitischen Linie festgehalten und den Leitzins unverändert gelassen. Präsidentin Christine Lagarde begründete den Schritt laut FAZ mit der hartnäckigen Inflation im Dienstleistungssektor und der unsicheren Konjunktur im Industriebereich. Die deutsche Bundesbank warnte in ihrer neuen Prognose, der Irankrieg werde das Wirtschaftswachstum in der Eurozone bis 2028 um mehrere Zehntel Prozentpunkte drücken. In der Schweiz veröffentlicht der Bund am Montag neue Konjunkturzahlen, erste Indikatoren deuten auf eine stabile Binnenkonjunktur bei nachlassender Exportdynamik hin. Die EZB-Sitzung markiert den Auftakt in eine Phase, in der die globale Geldpolitik stärker von geopolitischen Schocks als von der klassischen Konjunkturkurve geprägt sein dürfte.

Schweizer Sicherheitspolitik: Neue Studie zur Armee und NATO

Eine am Freitag veröffentlichte Studie zur Schweizer Sicherheitspolitik zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung eine starke Armee und eine stärkere Annäherung an die NATO befürwortet. Die Resultate stammen aus einer repräsentativen Befragung der ETH Zürich und der Militärakademie an der ETH, wie die NZZ berichtet. Besonders ausgeprägt ist die Zustimmung bei den Themen Luftverteidigung und Cyberabwehr, weniger eindeutig fällt sie bei einer möglichen NATO-Mitgliedschaft aus. Die Diskussion fällt in eine Phase, in der der Bundesrat seine Verteidigungsstrategie überarbeitet und sich intern über das Tempo der Aufrüstung uneinig zeigt. In Bern liefen am Freitag Verhandlungen über einen Nachtragskredit für die Munitionsbeschaffung. Die Frage, wie sich die Schweiz gegenüber der EU im Sicherheitsbereich positioniert, bleibt politisch offen.

Die Märkte heute

Der MSCI World steht am späten Nachmittag bei 4788 Punkten, ein Plus von 0,67 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Aufwärtsimpuls kommt vor allem aus den USA, wo die Wall Street nach den jüngsten Inflationsdaten eine Erholung im Technologiesektor verzeichnet. Gold notiert mit 4238,80 Dollar pro Unze 2,24 Prozent tiefer, Händler sehen darin eine Gegenbewegung zum Rekordhoch der Vorwoche. Bitcoin liegt bei 64'186 Dollar und gewinnt 0,45 Prozent in 24 Stunden. Der Euro notiert bei 0,9217 Franken, der US-Dollar bei 0,7968 Franken, beide auf EZB-Referenzkursen vom Vortag. Die Aufwertung des Franken bleibt ein Bremsfaktor für die Schweizer Exportindustrie.

Ausblick auf morgen

In der Schweiz stehen die eidgenössischen Abstimmungen über die 10-Millionen-Schweiz und die Revision des Zivildienstgesetzes an, erste Hochrechnungen werden gegen Mittag erwartet. In der Bundesliga endet die Saison, der FC Bayern kann mit einem Sieg in Hoffenheim die Meisterschaft klar machen. In den USA veröffentlicht die Federal Reserve den monatlichen Industrieproduktionsbericht, die Daten gelten als wichtiger Hinweis auf den Zustand der Konjunktur. In Den Haag beginnt der NATO-Gipfel-Vorbereitungsgipfel der Aussenminister, Schwerpunkt ist die Unterstützung der Ukraine. An den Märkten richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen von Oracle und Adobe nach Börsenschluss in New York.

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