Eine Firma aus einem kalifornischen Denny's, die 1997 nur noch Geld für einen Monat Gehalt hatte, kontrolliert heute die Rechenleistung, an der jeder Chatbot, jeder Autopilot und jede Modell-Architektur hängt. Wie aus einem gescheiterten Spielkarten-Anbieter das wichtigste Unternehmen der KI-Ära wurde und warum das fragile ist.
Die folgende Montage stammt aus Zahlen, die jeder Investor prüfen kann: Im Geschäftsjahr 2026, das Ende Januar 2026 zu Ende ging, setzte Nvidia 215,9 Milliarden US-Dollar um, mehr als die Bruttoinlandsprodukte der Schweiz und von Belgien zusammengenommen. Ein einziger Chip, der H100, kostete im Januar 2024 auf dem freien Markt über 40'000 US-Dollar, weil Nvidia Kunden in gepanzerten Autos belieferte, weil Diebstahl und Schwarzhandel drohten. Ein chinesisches KI-Labor mit 160 Mitarbeitenden hat 2025 gezeigt, dass ein leistungsfähiges Sprachmodell sich angeblich für 6 Millionen US-Dollar trainieren lässt, falls man die 50'000 Nvidia-GPUs und die 1,3 Milliarden US-Dollar Forschungsgelder, die unabhängige Schätzungen dazurechnen, ausblendet. Der weltgrösste Auftragsfertiger für Hochleistungschips, TSMC, fertigt seine 2-Nanometer-Generation erst seit Ende 2025 mit der neuen Gate-All-Around-Architektur, und die Lithographie-Maschinen dafür kommen ausschliesslich von einem einzigen niederländischen Unternehmen, das in einem Halbmonopol sitzt. Und in der Schweiz, in Lugano-Cornaredo, betreibt das nationale Hochleistungsrechenzentrum CSCS mit "Alps" einen der schnellsten Rechner der Welt, 1,3 Millionen Rechenkerne auf Basis von Nvidia-Chips, finanziert aus dem Budget des Bundes.