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Technologie

Nvidia: Wie ein Grafikkarten-Hersteller zum Herzen der KI wurde

Eine Firma aus einem kalifornischen Denny's, die 1997 nur noch Geld für einen Monat Gehalt hatte, kontrolliert heute die Rechenleistung, an der jeder Chatbot, jeder Autopilot und jede Modell-Architektur hängt. Wie aus einem gescheiterten Spielkarten-Anbieter das wichtigste Unternehmen der KI-Ära wurde und warum das fragile ist.

Von der MacherPost-Redaktion 13.06.2026, 07:00 ♪ 37 Min Audio · 4'834 Wörter

Eine Firma aus einem kalifornischen Denny's, die 1997 nur noch Geld für einen Monat Gehalt hatte, kontrolliert heute die Rechenleistung, an der jeder Chatbot, jeder Autopilot und jede Modell-Architektur hängt. Wie aus einem gescheiterten Spielkarten-Anbieter das wichtigste Unternehmen der KI-Ära wurde und warum das fragile ist.

Die folgende Montage stammt aus Zahlen, die jeder Investor prüfen kann: Im Geschäftsjahr 2026, das Ende Januar 2026 zu Ende ging, setzte Nvidia 215,9 Milliarden US-Dollar um, mehr als die Bruttoinlandsprodukte der Schweiz und von Belgien zusammengenommen. Ein einziger Chip, der H100, kostete im Januar 2024 auf dem freien Markt über 40'000 US-Dollar, weil Nvidia Kunden in gepanzerten Autos belieferte, weil Diebstahl und Schwarzhandel drohten. Ein chinesisches KI-Labor mit 160 Mitarbeitenden hat 2025 gezeigt, dass ein leistungsfähiges Sprachmodell sich angeblich für 6 Millionen US-Dollar trainieren lässt, falls man die 50'000 Nvidia-GPUs und die 1,3 Milliarden US-Dollar Forschungsgelder, die unabhängige Schätzungen dazurechnen, ausblendet. Der weltgrösste Auftragsfertiger für Hochleistungschips, TSMC, fertigt seine 2-Nanometer-Generation erst seit Ende 2025 mit der neuen Gate-All-Around-Architektur, und die Lithographie-Maschinen dafür kommen ausschliesslich von einem einzigen niederländischen Unternehmen, das in einem Halbmonopol sitzt. Und in der Schweiz, in Lugano-Cornaredo, betreibt das nationale Hochleistungsrechenzentrum CSCS mit "Alps" einen der schnellsten Rechner der Welt, 1,3 Millionen Rechenkerne auf Basis von Nvidia-Chips, finanziert aus dem Budget des Bundes.

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