Zwischen Golf und Börsenparkett verschärft sich die Lage. Die wichtigsten Entwicklungen des Vormittags.
Das US-Militär hat in der Nacht auf Donnerstag eine zweite Angriffswelle gegen Ziele im Iran geflogen. Präsident Donald Trump erklärte die Operation am späten Mittwochabend für beendet, kündigte aber weitere Schläge an, sollten die Revolutionsgarden ihre Stellungen wieder aufbauen. In der Folge geriet ein Öltanker unter indischer Flagge vor der Küste Omans in einen US-Beschuss. Drei indische Seeleute kamen ums Leben, die Regierung in Neu-Delhi bestellte den US-Botschafter ein. Die iranische Führung schloss Vergeltung nicht aus, die Strasse von Hormus blieb laut US-Angaben offen, Teheran sprach von einer vollständigen Sperrung. Der Ölpreis stieg im frühen Handel auf 92 Dollar je Fass Brent, Europa bereitet sich auf mögliche Lieferengpässe vor. Bundeskanzler Friedrich Merz signalisierte Bereitschaft, sich an einer Sicherung der Meerenge zu beteiligen. Die Preise an den Zapfsäulen dürften in den kommenden Tagen spürbar steigen, die EZB steht damit vor einer schwierigen Inflationsabwägung.