Warum die zweibeinigen Maschinen gerade jetzt aus den Showrooms in die Werkshallen wandern und was eine ganze Industriegesellschaft darüber lernen muss.
In einer BMW-Fabrik in Spartanburg, South Carolina, steht seit 2024 ein etwa 1,70 Meter grosser Roboter namens Figure 02 am Fliesband. Er schraubt, hebt, legt Bleche zurecht. Bis November 2025 soll er an der Produktion von 30 000 Autos mitgewirkt haben. In Peking lief im April 2026 ein humanoider Roboter den Halbmarathon in 50 Minuten und 26 Sekunden, sieben Minuten schneller als der Weltrekord des ugandischen Läufers Jacob Kiplimo. In Zürich steht an der Hagenholzstrasse 83a ein Spin-off der ETH, das mit vierbeinigen Inspektionsrobotern die Fabriken von Shell, BASF und Aramco durchstreift. Eine amerikanische Firma namens NEURA Robotics hat am 10. Juni 2026 eine Series C über bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar angekündigt, die grösste Finanzierungsrunde, die je ein europäisches Robotikunternehmen hereingeholt hat. Und an einem Vulkan in Ecuador ist der humanoide Roboter Pemba gerade 6 200 Meter hoch autonom aufgestiegen, eine Vorübung für den Mount Everest.