Wer eine Sache wirklich kann, wird gebraucht. Wer zehn halb kann, wird ersetzt.
Es gibt eine leise Sucht, die viele Karrieren frisst. Sie fühlt sich anfangs wie Tugend an. Du lernst ein neues Tool, probierst einen Trend, belegst einen Kurs, postest einen Ausschnitt, streifst das nächste Thema. Von außen wirkt das nach Neugier, nach Drang, nach Lernbereitschaft. Innen fühlt es sich nach Vorankommen an. Aber das Ergebnis sieht anders aus. Nach zwei Jahren hast du fünf angefangene Pfade und auf keinem wirkliches Gewicht. Du kennst dich überall ein bisschen aus, nirgends richtig. Genau das ist der Punkt, an dem du austauschbar wirst.