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Iran-Eskalation, Märkte im Minus, Schweizer Mindestlohn hält

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Von der MacherPost-Redaktion 10.06.2026, 06:30 ♪ 11 Min Audio · 1'368 Wörter

Iran-Eskalation, Märkte im Minus, Schweizer Mindestlohn hält

Die US-Luftwaffe hat iranische Stellungen am Persischen Golf angegriffen, nachdem am Montag ein Apache-Hubschrauber über der Meerenge von Hormuz abgeschossen worden war. Teheran reagierte mit Gegenbeschuss auf US-Stützpunkte in Bahrain und Jordanien. Die Finanzmärkte reagierten verhalten, der DAX verlor 1,3 Prozent. In der Schweiz bestätigte das Bundesgericht die Mindestlöhne in Zürich und Winterthur.

US-Schläge auf iranische Luftabwehr nach Helikopter-Abschuss

Die US-Streitkräfte haben in der Nacht iranische Luftabwehrstellungen, Bodenstationen und Radaranlagen nahe der Strasse von Hormuz bombardiert. Das US-Militärkommando Centcom sprach von einer "proportionalen Antwort" auf den Abschuss eines US-Kampfhubschraubers vom Typ Apache am Montag. An Bord befanden sich zwei Crewmitglieder, die laut Pentagon von einer unbemannten Seeeinheit geborgen wurden. US-Präsident Donald Trump hatte den Iran zuvor öffentlich beschuldigt, das Fluggerät abgeschossen zu haben. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärten, sie hätten 21 Ziele auf US-Basen in der Region angegriffen, darunter Stützpunkte in Bahrain und Jordanien. Die kuwaitische Armee meldete die Abfang eines Angriffs. (Quelle: BBC, 10.06.2026, 09:39)

Hintergrund: Die Meerenge von Hormuz gehört zu den wichtigsten Schifffahrtswegen der Welt, rund 20 Prozent des globalen Erdölhandels laufen durch die Passage. Mit den Angriffen eskaliert die Lage nach einem brüchigen Waffenstillstand zwischen den USA, Israel und Iran. Trump steht zugleich unter innenpolitischem Druck, die Energiepreise stabil zu halten.

Israel fliegt Angriffe auf Tyre trotz iranischer Warnung

Ungeachtet einer iranischen Drohung, die Feindseligkeiten wieder aufzunehmen, hat die israelische Luftwaffe die südlibanesische Hafenstadt Tyre bombardiert. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums kamen dabei acht Menschen ums Leben. Erstmals ordnete die israelische Armee auch die Räumung des christlichen Viertels der Stadt an. Israel und Iran hatten am Montag nach beiderseitigen Raketenangriffen eine Waffenruhe vereinbart, die nun bröckelt. (Quelle: BBC, 09.06.2026, 17:47)

Hintergrund: Der Konflikt belastet die von Trump angestrebten Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs zwischen den USA, Israel und Iran. Die Hisbollah-Miliz im Libanon gilt als engster Verbündeter Teherans in der Region.

Schweizer Bundesgericht stützt Mindestlöhne in Zürich und Winterthur

Das Bundesgericht in Lausanne hat die kommunalen Mindestlohnregelungen der Städte Zürich und Winterthur bestätigt. Die Wirtschaftsverbände, die gegen die Vorgaben geklagt hatten, sind damit gescheitert. In Zürich gilt seit längerem ein Mindestlohn von 23,90 Franken pro Stunde, in Winterthur ein solcher von 23,00 Franken. (Quelle: NZZ, 10.06.2026, 10:00)

Hintergrund: Das Urteil schafft Rechtssicherheit für weitere Schweizer Städte, die ähnliche Regelungen erwägen. In der Deutschschweiz hatte sich bisher nur Bern dem Beispiel Zürichs angeschlossen. Wirtschaftsverbände argumentieren, dass Mindestlöhne den Arbeitsmarkt verzeren.

Einigungskonferenz schlägt höhere Mehrwertsteuer für 13. AHV-Rente vor

Die Einigungskonferenz von National- und Ständerat hat sich auf einen Vorschlag zur Finanzierung der 13. AHV-Rente geeinigt. Der Antrag sieht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,7 Prozentpunkte sowie höhere Lohnbeiträge vor. Eine definitive Entscheidung fällt in den Räten. (Quelle: NZZ, 10.06.2026, 06:50)

Hintergrund: Die 13. AHV-Rente war eine der zentralen Abstimmungsfragen 2024. Mit der Vorlage soll die Kaufkraft der Rentnerinnen und Rentner gestärkt werden. Die Gegenfinanzierung gilt politisch als heikel.

Nasa benennt Artemis-III-Crew, erstmals Europäer mit an Bord

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Besatzung der Mondmission Artemis III bekannt gegeben. Erstmals gehört ein europäischer Astronaut zur Stammcrew einer bemannten Mondlandung. Die Mission ist für 2028 geplant und soll am Südpol des Mondes landen. (Quelle: NZZ, 10.06.2026, 08:47)

Hintergrund: Die Europäische Weltraumorganisation Esa beteiligt sich mit dem Service-Modul am Orion-Raumschiff. Die Auswahl eines Esa-Astronauten für die Mondlandung gilt als politischer Erfolg für Europas Raumfahrt.

Anthropic veröffentlicht neues Hochleistungsmodell "Fable"

Das KI-Unternehmen Anthropic hat sein neues Sprachmodell "Fable" vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens übertrifft das Modell Vorgänger in mehreren Benchmarks, in der Auslieferung an Geschäftskunden sind jedoch Einschränkungen vorgesehen. Details zur Datenbasis und zum Trainingsverfahren nannte Anthropic nicht. (Quelle: Handelsblatt, 10.06.2026, 07:51)

Hintergrund: Anthropic zählt neben OpenAI und Google DeepMind zu den führenden westlichen KI-Laboren. Die zeitnahe Veröffentlichung folgt auf Spekulationen über ein neues Flaggschiff-Modell.

OpenAI reicht Antrag für Börsengang ein

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat nach Angaben von Insidern einen Antrag auf einen Börsengang (IPO) eingereicht. Das Unternehmen, das bislang von Microsoft, der Risikokapitalfirma Thrive Capital und dem Gründerteam kontrolliert wird, hatte einen konkreten Termin zunächst nicht genannt. (Quelle: Golem.de, 09.06.2026, 08:38)

Hintergrund: Der Schritt erfolgt nur wenige Tage nachdem der Wettbewerber Anthropic ebenfalls den Gang an die Börse vorbereitet. Beide Unternehmen gelten als Aktien mit grossem Erwartungswert an den US-Technologiebörsen.

SpaceX bereitet Rekord-Börsengang vor

Der Raketen- und Satellitenbetreiber SpaceX von Elon Musk plant Insidern zufolge einen Börsengang mit einer der höchsten Marktkapitalisierungen der Tech-Geschichte. Vorbereitende Gespräche mit Investoren laufen, ein konkreter Zeitplan steht noch nicht fest. (Quelle: FAZ, 10.06.2026, 05:13)

Hintergrund: SpaceX betreibt mit Starlink das grösste kommerzielle Satellitennetz der Welt. Musk hatte einen IPO bislang mehrfach verschoben. Ein erfolgreicher Börsengang würde die Finanzierung des geplanten Mars-Programms absichern.

Dax verliert, Gold und Krypto unter Druck

Die Eskalation am Persischen Golf hat die europäischen Börsen am Mittwoch belastet. Der deutsche Leitindex DAX fiel um 1,27 Prozent auf 24.222 Punkte. Der US-Technologieindex Nasdaq 100 verlor 1,34 Prozent auf 28.688 Zähler, der Dow Jones gab 0,84 Prozent auf 50.448 Punkte nach. Der Goldpreis rutschte um 2,35 Prozent auf 4.164 Dollar je Feinunze ab. Bitcoin fiel um 2,52 Prozent auf 61.179 Dollar. (Quelle: wallstreet:online, 10.06.2026, 12:03)

Hintergrund: In geopolitischen Krisen ziehen sich Anleger üblicherweise aus risikoreichen Anlagen zurück. Der gleichzeitige Rückgang von Gold und Krypto zeigt, dass Verkäufer liquidieren mussten, statt in sichere Häfen umzuschichten.

Iran verliert WM-Tickets nach OFAC-Sanktionen

Der Weltfussballverband Fifa arbeitet an einer Lösung, nachdem die WM-Tickets für iranische Fans in der Gruppenphase zurückgezogen worden waren. Hintergrund sind US-Sanktionsregeln, die es US-Finanzdienstleistern verbieten, Transaktionen für iranische Stellen abzuwickeln. Iran hatte eigentlich am 15. Juni gegen Neuseeland, am 21. Juni gegen Belgien und am 26. Juni gegen Ägypten spielen sollen. (Quelle: BBC Sport, 09.06.2026)

Hintergrund: Das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am Donnerstag. Iran spielt die WM zum siebten Mal. Die iranische Fussballföderation sprach von einem "politisch motivierten" Eingriff.

Papst Leo XIV. mit Papst-Besuch in Spanien

Papst Leo XIV. ist in Spanien mit grossem öffentlichem Interesse empfangen worden. Bilder aus mehreren Städten zeigen jubelnde Menschenmengen entlang der Route des Papstes. Die Reise ist Teil einer mehrtägigen Pastoralvisite. (Quelle: NZZ, 10.06.2026, 09:04)

Hintergrund: Leo XIV. hatte das Amt im Frühjahr 2025 angetreten. Die Reise gilt als Signal der Öffnung gegenüber Südeuropa.

Erdbeben vor den Philippinen fordert weitere Opfer

Nach dem schweren Erdbeben vor der Küste der Philippinen ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Rettungskräfte suchen in den betroffenen Küstenregionen nach Verschütteten. Genaue Opferzahlen lagen am Mittwochabend noch nicht vor. (Quelle: NZZ, 10.06.2026, 07:19)

Hintergrund: Die Philippinen liegen am pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinandertreffen. Erdbeben der Stärke 6 und darüber sind in der Region keine Seltenheit.

Musiala rettet Bayern in Dortmund einen Punkt

In einem dramatischen Bundesligaspiel hat Jamal Musiala dem FC Bayern München im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund in der Schlussphase den Ausgleich zum 1:1-Endstand gesichert. Nach dem Spiel verwies Bayern-Coach Vincent Kompany auf die Robustheit der Mannschaft, Dortmund wertete das Remis als moralischen Sieg. (Quelle: FAZ, 10.06.2026)

Hintergrund: Das Duell gilt als Spitzenspiel der Bundesliga. Musiala, derzeit im Aufbautraining nach einer Verletzung im Vorjahr, meldete sich mit dem Tor zurück in der Nationalmannschafts-Diskussion für die anstehende Fussball-WM in den USA.

Die Maerkte heute

Die Eskalation am Persischen Golf hat die Kurse am Mittwoch breit unter Druck gesetzt. Der DAX notierte am Mittag bei 24.242,71 Punkten mit einem Minus von 0,78 Prozent, der US-Technologieindex Nasdaq 100 verlor 1,29 Prozent auf 28.705,64 Punkte, der Dow Jones gab 0,74 Prozent auf 50.498,41 Zähler nach. Der MSCI World stand bei 4.746,24 Punkten und lag 0,21 Prozent im Minus. Der Goldpreis fiel um 2,29 Prozent auf 4.166,71 Dollar je Feinunze, Bitcoin rutschte um 2,52 Prozent auf 61.179,51 Dollar ab. Der Euro notierte zum Dollar mit 1,15565 leicht im Plus (+0,15 Prozent). EUR/CHF lag bei 0,9226 (+0,10 Prozent); USD/CHF notierte bei 0,7985 mit einem Minus von 0,11 Prozent. (Quellen: wallstreet:online 10.06.2026 12:03; onvista 10.06.2026 10:00; CoinDesk 10.06.2026)

Ausblick auf morgen

In den USA werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet, am Nachmittag verschiedene Fed-Vertreter mit Reden. Aus der Schweiz stehen keine grösseren Konjunkturdaten an. Die Lage am Persischen Golf bleibt das beherrschende Thema: Sollte Iran seine Vergeltung ausweiten, ist mit weiteren Kursverlusten an den Börsen zu rechnen. Die Fussball-WM in Nordamerika beginnt am Donnerstag mit den ersten Gruppenspielen.

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