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Märkte

Der Franken ist zu stark für die Schweiz, und niemand will es aussprechen

SNB unter Martin Schlegel verteidigt Preisstabilität, opfert die Industrie. MEM-Branche, UBS, SMI, Immobilien. die strukturellen Risse unter der makellosen Oberfläche.

Von der MacherPost-Redaktion 09.06.2026, 09:00 ♪ 33 Min Audio · 4'298 Wörter

Die Schweizerische Nationalbank hat ein Inflationsziel von knapp zwei Prozent. Der Leitzins liegt bei einem halben Prozent. Und der Franken notiert, als gäbe es in Europa keine Krise. Was die SNB Martin Schlegel nicht laut sagt, sagen wir: Die Geldpolitik dieses Landes ist eine einzige Schonhaltung gegenüber der Industrie. Und die Industrie verliert trotzdem.

Es gibt einen Witz unter Zürcher Devisenhändlern, der nicht lustig ist: Wer 2010 einen Franken kaufte und ihn nicht anrührte, hat seither real mehr verloren als ein Aktionär im SMI. Die andere Seite der Medaille stimmt genauso. Wer 2010 exportierte, hat denselben Franken zu immer härteren Preisen verkaufen müssen. Schweizer Maschinen, Schweizer Pharma, Schweizer Schokolade, alles wurde für die Weltkunden teurer, ohne dass die Produkte besser wurden. Nur die Währung.

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