Die Schieferöl-Revolution hat die Machtverhältnisse im globalen Ölmarkt grundlegend verändert — und damit auch die Energiepolitik der USA und ihrer Partner.
Am 14. Mai 2026, um 10:32 Uhr, schickte ein Mitarbeiter der US-Energiesektion des IHS Markit eine E-Mail an Kollegen: „Der Ölpreis ist kein Indikator mehr, der sich auf die globale Wirtschaft bezieht. Er ist der Hauptakteur.“ [1] Diese Aussage spiegelt den Wandel wider, den die Schieferöl-Revolution seit 2010 in der globalen Energiepolitik ausgelöst hat. Die USA, einst der größte Ölimporteur der Welt, sind heute der führende Produzent von Schieferöl und Schiefergas — ein Umstand, der die Machtverhältnisse im globalen Ölmarkt grundlegend verändert hat. [2]