
Senat kippt Brasilien-Zoll
Die Lage an den globalen Handelsrouten hat sich in den letzten Stunden dramatisch verlagert. Laut einem aktuellen Update von Dimerco, das vor etwa 20 Stunden veröffentlicht wurde, hat der US-Senat gestern eine entscheidende Maßnahme verabschiedet. Diese endet sowohl den bestehenden 40%-Zoll auf Waren aus Brasilien als auch die parallelen Handelsbarrieren gegen Kanada.
Diese legislative Wende ist keineswegs als isoliertes Ereignis zu betrachten, sondern als direkter Vorläufer der größeren tariffischen Landschaft, die sich bis zum 24. Juli 2026 abzeichnen wird. Denn genau an diesem Datum läuft der globale 10%-Tarif aus, den Donald Trump zuvor unter Berufung auf Section 122 des Trade Act von 1974 eingeführt hatte. Dieser tarifäre Rahmen sollte ursprünglich nur 150 Tage gelten, doch die politische Dynamik hat sich beschleunigt. Während Trump öffentlich mit einer Erhöhung auf 15% drohte und per Exekutivordre nachlegte, agierte der Kongress im Hintergrund bereits anders.
Wer sich in Züriher Büros umhört, hört heute von einer gewissen Erleichterung bei den Exporteuren. Die Angst vor einer unkontrollierten Eskalation, die durch die gemischte Bewertung der zweiten Trump-Administration bereits geweckt wurde, scheint vorerst gebremst. Experten hatten die Zölle des aktuellen Präsidenten kritisiert, da sie eher die Inflation verschärften als die heimische Industrie zu stärken. Nun scheint der Senat diese Kritik in politische Handlungen umzusetzen.
Der 40%-Zoll auf Brasilien war dabei ein besonders schmerzhafter Punkt. Brasilien ist nicht nur ein wichtiger Lieferant von Agrarprodukten, sondern auch ein strategischer Partner in der Region. Das Ende dieser spezifischen Barriere signalisiert, dass Washington die komplexen bilateralen Beziehungen neu justiert, bevor der allgemeine globale Tarif-Wall am 24. Juli 2026 in Kraft tritt. Es ist eine taktische Manöver, das Zeit gewinnt und Unsicherheit reduziert.
Gleichzeitig wird die Lage in Kanada interessant. Auch dort fallen die Zölle weg. Das ist wichtig für die nordamerikanischen Lieferketten, die ohnehin stark verflochten sind. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre zeigt,...
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