
IBIT-Dominanz und Markt-Konzentration
Die Konzentration der Liquidität im Bitcoin-ETF-Markt erreicht ein neues, fast schon beunruhigendes Niveau. In den letzten Tagen, konkret zwischen dem 13. und 17. April, hat sich gezeigt, wie einseitig die Ströme heute noch verteilt sind. Laut Angaben, die in den Medien verbreitet wurden, absorbierte BlackRock’s iShares Bitcoin Trust (IBIT) in diesem kurzen Zeitraum 91% der gesamten Bitcoin-ETF-Zuflüsse. Das sind 906 Millionen US-Dollar von insgesamt 996 Millionen US-Dollar, die in den gesamten Markt flossen. Ein Detail, das oft übersehen wird, ist die Geschwindigkeit, mit der diese Dominanz gefestigt wurde. Innerhalb von nur fünf Handelstagen wurde fast die gesamte Netto-Liquidität des Sektums an einen einzigen Akteur umgeleitet.
Man muss sich diese Zahl einmal vorstellen. 91%. Das ist kein Markt, der in seinen Teilen wächst. Das ist ein Markt, der von einer einzigen Ader abhängt. Wer sich in Zürcher Büros umhört, wo man über institutionelle Allokation spricht, hört oft von Diversifikation. Doch die Daten lügen nicht. Die Diversifikation ist illusorisch, solange die Hauptsäule des Vertrauens auf einer einzigen Plattform ruht. BlackRock hat nicht nur Marktanteile gewonnen. Es hat die Struktur des gesamten Bitcoin-ETF-Ökosystems verändert. Die Frage ist nicht mehr, wer noch teilnehmen kann. Die Frage ist, wie lange dieser Zustand stabil bleibt, wenn alles von der Gesundheit einer einzigen Bilanz abhängt.
Die Zahlen für das Jahr 2026 liegen bereits auf dem Tisch und sie sind deutlich höher als die ersten Wochen des Starts. Laut aktuellen Analysen belaufen sich die Year-to-Date-Inflows für IBIT bereits auf rund 3 Milliarden US-Dollar. Diese Summe platziert den iShares Bitcoin Trust in das obere 1% aller ETFs weltweit, was die institutionelle Akzeptanz unterstreicht. Doch diese Akzeptanz ist ein zweischneidiges Schwert. Sie bedeutet Reife. Sie bedeutet aber auch Verletzlichkeit. Wenn 91% der täglichen Ströme von einem einzigen Trust kommen, dann ist der Markt nicht mehr unabhängig. Er ist ein Spiegel...
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